Weihnachtswünsche aus Nordrhein-Westfalen

von Manfred Rütten

Sonntag, 24.12.2017

Wandtafel mit Schneemann
Erwachsene schreiben keine Wunschzettel mehr, aber Wünsche haben sie trotzdem.

Auf die Frage, was denn ihr größter Weihnachtswunsch sei, müssen viele nicht lange überlegen: "Urlaub!" – "Eine Playstation." – "Inlineskater" … die Antworten kommen wie aus der Pistole geschossen. Manche Reaktion macht aber auch nachdenklich.

Ein junger Mann wünscht sich in unserer kleinen Umfrage zum Beispiel "mehr Zeit für die Familie", ein anderer "dass unser Lebensstandard weiter so bleibt". Sorgen um die Zukunft macht sich auch eine ältere Dame. Auf die Frage nach ihrem größten Weihnachtswunsch nennt sie zuerst "Gesundheit" und fügt dann noch hinzu: "Dass wir Alten unsere Wohnung behalten können, dass wir das noch bezahlen können, was da auf uns zukommt."

Auch das Thema Frieden taucht in den Antworten immer wieder auf: "Ich wünsche mir einfach, dass die Menschen insgesamt friedlicher miteinander umgehen und sich nicht wegen jeder Kleinigkeit direkt in die Haare kriegen", sagte uns ein Mann. Und eine allein erziehende Mutter wünscht sich nach ihrer Trennung "Ruhe und Frieden. Und dass mich mein Ex-Freund in Ruhe lässt."

Dass die Sehnsucht nach Frieden und Harmonie gerade um die Weihnachtszeit so ausgeprägt ist, liegt sicher auch an der Botschaft der biblischen Weihnachtsgeschichte. Hier ist die Geburt Jesu nicht nur mit großer Freude, sondern auch mit großen Wünschen und Hoffnungen verbunden: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens" (Weihnachtsgeschichte im Lukas-Evangelium, Kapitel 2, Vers 14).

Sonntag, 24.12.2017