Video-Wettbewerb: Dein Wort zum Sonntag

von Markus Möhl

Sonntag, 10.08.2014

junge Frau filmt mit Videokamera
Im Jubiläumsjahr haben ARD und Kirchen bundesweit eingeladen, eigene "Wort zum Sonntag"-Beiträge herzustellen

Das "Wort zum Sonntag", Deutschlands zweitälteste TV-Sendung, ist schon oft belächelt, manchmal auch kritisiert worden. Unvergessen ist auch die Persiflage von Otto Waalkes. Jetzt gab es die Chance, es selber mal besser zu machen …

Zum 60jährigen Jubiläum der Sendung im Mai 2014 hatte die ARD in Kooperation mit der evangelischen und katholischen Medienarbeit einen Video-Wettbewerb für jedermann ins Leben gerufen. Unter dem Motto "Dein Wort zum Sonntag" waren Gruppen und Einzelpersonen, egal ob evangelisch oder katholisch, eingeladen, einen eigenen Beitrag einzureichen. Die einzige Vorgabe: das Video durfte nicht länger als vier Minuten dauern.

So entstanden zahlreiche lustige, lehrreiche und bewegende Filme, von denen am Ende 37 Clips durch eine fachkundige Jury ausgewählt und zur Abstimmung gestellt wurden. Knapp drei Wochen - vom 1. bis zum 20. Juli 2014 – standen die Videos im Internet zur Abstimmung. Jeder konnte dabei täglich seine Stimme für seinen Favoriten abgeben.

Der Protestant Martin Homberg setzte sich bei der Aktion gegen seine 36 Konkurrenten durch. Mit 5.952 Stimmen belegte er mit seiner Kurzandacht "In Gottes Hand" den ersten Platz und gewann damit ein Preisgeld von 1.500 Euro. In seinem Video  spricht der Wuppertaler über Nägel, die sich beim Einschlagen in hartes Holz verbiegen – für Homberg ein Gleichnis für Krisen und Rückschläge im Leben. Die verbogenen Nägel seien auf den ersten Blick wertlos. So fühlten sich auch Menschen, die im Leben scheiterten. Doch Homberg umwickelt den krummen Nagel mit Draht und schließt ihn an eine Batterie an - es entsteht ein Elektromagnet, und der Nagel erhält eine neue Funktion. Auch einem scheinbar gescheiterten Leben könne Gott eine neue Bedeutung geben, wenn die Menschen bereit seien, ihr Leben in seine Hand zu legen.

Der 53jährige Wettbewerbsgewinner hat sich nach eigenen Angaben spontan dazu entschlossen, an der Aktion teilzunehmen und ist überrascht über seinen Erfolg. Martin Homberg ist Leiter der "Gefährdetenhilfe Kurswechsel", einer christlich-sozialen Einrichtung, die jungen Männern hilft, aus Kriminalität und Drogensucht auszusteigen. Mit seinem Team unterhält er in Wuppertal zwei Wohngemeinschaften, in denen Hilfesuchende und Mitarbeitende familiär zusammenleben.

Den Gewinnerbeitrag "In Gottes Hand“ und alle weitere Wettbewerbsbeiträge finden Sie online unter gelungen www.dein-wort-zum-sonntag.de

Sonntag, 10.08.2014