Katholischer Mediensonntag

von Christof Beckmann

Sonntag, 09.09.2018

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„Qualitätsjournalismus statt fake news“ – dafür plädieren die katholischen Bischöfe Deutschlands zum 52. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel. Auch Papst Franziskus fordert mehr Verantwortung im Umgang mit Informationen und Ereignissen ...

INFO: In Deutschland wird seit 1967 jeweils am zweiten Sonntag im September der Welttag der sozialen Kommunikationsmittel begangen. Das II. Vatikanische Konzil hatte mit dem Dekret „Über die sozialen Kommunikationsmittel" (Inter mirifica, 1963) die Bedeutung und den Stellenwert der Medien betont.

In diesem Jahr äußerte sich der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Gebhard Fürst von Rottenburg-Stuttgart nach den Ereignissen in Chemnitz: Er nehme mit Sorge zur Kenntnis, wie Einzelpersonen und Gruppen über Soziale Medien mit haltlosen Behauptungen und gezielten Falschinformationen Stimmung machten. Dagegen plädierte er für einen Qualitätsjournalismus, „der sich - trotz Alltagshektik und Druck in den Redaktionen - die Zeit der klugen und aufmerksamen, tiefgreifenden und engagierten Recherche nimmt und zunächst der Wahrheit auf den Grund geht“. Alle Menschen seien angehalten, nicht vorschnell Meinungen zu produzieren und zu provozieren.

Fürst schloss sich darin Papst Franziskus an, der in einer Botschaft zum Mediensonntag davor warnte, Kommunikation „in einer von Hochmut und Egoismus geleiteten Welt“ auf entstellte Weise zu nutzen. Niemand könne sich der Verantwortung entziehen, ... Unwahrheiten entgegenzutreten“, heißt es in dem Papstschreiben.

DOWNLOAD: Botschaft von Papst Franziskus zum 52. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel „Die Wahrheit wird euch befreien (Joh 8,32). Fake news und Journalismus für den Frieden“

Mehr: https://dbk.de/themen/welttag-der-sozialen-kommunikationsmittel-mediensonntag/

Sonntag, 09.09.2018