voll im Trend: tauschen & teilen

von Magnus Anschütz

Sonntag, 23.03.2014

grafische Darstellung eines Tauschkreises
im Kreislauf von geben und nehmen kommt jeder auf seine Kosten

Online-Tauschbörsen sind eine feine Sache - aber: Via Internet lassen sich in der Regel nur Gegenstände tauschen oder teilen. Zeit und Dienstleistungen miteinander zu tauschen, das funktioniert am besten im "echten Leben", in so genannten Tauschkreisen.

Die Idee dahinter ist relativ einfach, sagt zum Beispiel Heidi Fiedler-Schremmer, die in der evangelischen Gemeinde in Köln-Pesch den Tauschkreis "Tausch und Plausch" mit gegründet hat: "Bestimmte Kräfte, Fähigkeiten hat jemand im Überfluss, die der andere einfach nicht hat, so hilft man sich gegenseitig, lernt sich kennen, knüpft Kontakte und ist eventuell auch im Notfall einfach mal so füreinander da."

Die Tauschkreis-Mitglieder treffen sich regelmäßig zum Informationsaustausch und um zu erfahren, wer aktuell welche Dienstleistungen sucht bzw. anbieten kann. Neue Interessenten sind immer willkommen, auch wenn sie selber der Meinung sind, eigentlich gar nichts anbieten zu können. Erfahrungsgemäß stimme das nicht, meint Heidi Fiedler-Schremmer. Jeder Mensch habe einen Bereich, in dem er sich besonders gut auskennt oder eine Fähigkeit, die andere nicht hätten: "Manchmal müssen diese Schätze quasi gehoben werden, diese Talente, und so entstehen einfach auch Dinge, die man anbietet."

Eine Übersicht über bestehende Tauschringe in NRW gibt es zum Beispiel unter www.tauschkreise.de und nach Postleitzahlen sortiert auch unter www.tauschring.de

Sonntag, 23.03.2014