Reformationsjubiläum: Luther-Lkw bereist Europa

von Regina König

Sonntag, 08.01.2017

der Luther-Truck: ein himmelblauer LKW mit Auflieger
Auf der Seite https://r2017.org postet die Crew des Luther-Trucks in einem Blog täglich Neuigkeiten von der Tour.

Am 3. November 2016 hat die Evangelische Kirche von Genf aus einen rund 17 Meter langen und 33 Tonnen schweren Lkw auf die Reise durch Europa geschickt. Bis Mai 2017 soll der "Luther-Truck" auf seinem Weg Geschichten rund um die Reformation einsammeln.

In seinem Inneren beherbergt der Lkw verschiedene Multimedia-Angebote. Filme, Fotos und Texte erzählen die eingesammelten Reformationsgeschichten, bei denen es nicht nur um Martin Luther geht, sondern auch um andere Reformatoren wie Jan Hus, Johannes Calvin oder Ulrich Zwingli. Dementsprechend liegen auf der Route auch Städte wie Prag, Genf und Zürich. Insgesamt werden bei diesem "Europäischen Stationenweg" 67 Orte in 19 Ländern angesteuert. Ehe der Truck am 20. Mai 2017 sein Endziel – die Lutherstadt Wittenberg – erreicht, wird er innerhalb von knapp sieben Monaten rund 25.000 Kilometer Strecke absolviert haben.

Als erste Station in NRW war der "Luther-Truck" bereits am 26. November 2016 in Minden zu Gast. Weitere Stopps sind am 23. März 2017 in Wuppertal sowie am 3. Mai 2017 in Detmold und Lemgo geplant. Halt macht der Truck nur dort, wo er eingeladen worden ist. So hat zum Beispiel die evangelisch-lutherische Gemeinde in Rom einen Parkplatz vorbereitet; aber auch Christen in Osnabrück, Helmstedt, Malmö oder Dublin. In jeder Stadt richtet die jeweilige Kirchgemeinde ein Stationenfest aus - mit Podiumsdiskussionen, Lesungen oder Konzerten.

Besucher können an Bord des Lkw aber auch ganz spontan ihre persönliche Geschichte mit der Reformation erzählen. 15 junge Leute, die den Truck während der Reise begleiten, stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Zu dieser Crew gehört auch der 18jährige Lukas Rehnau aus Erlangen: "Wenn Sie in den Truck kommen, können Sie sich erstmal umschauen, in welchen Städten wir bisher waren, was bisher für Geschichten da sind, und wenn Sie dann Fragen haben, können Sie sich gerne an uns wenden und dann kommt man einfach in ein Gespräch. Und dann können sich die Besucher überlegen, ob man dieses Gespräch aufzeichnet".

Die mobile Ausstellung im Lkw ist also bewusst auf Zuwachs angelegt. Das Endergebnis der Tour wird ab Mai 2017 während der geplanten Weltausstellung in Wittenberg zu besichtigen sein, erklärt Tourmanager Johannes Göring: "Man kann die Geschichten von allen Stationen ansehen, selber noch Geschichten hinzufügen, den Truck besichtigen und mitkriegen, was eigentlich in diesen sieben Monaten Tour passiert ist."

Mehr Infos und alle Stationen der Tour finden Sie unter https://r2017.org/europaeischer-stationenweg/
Sonntag, 08.01.2017