Nachrichten: Kirche in der Welt

von Christof Beckmann

Sonntag, 04.11.2018

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Abschied vom Bergbau, Eröffnung der Diaspora-Aktion des Bonifatiuswerks, der Buchsonntag oder die "Woche der Goldhandys" von missio - unser Newsüberblick in dieser Woche. Und natürlich hier auch die Infos zu allen weiteren Themen aus dieser Sendung...

03.11. - Ruhrgebiet verabschiedet sich vom Bergbau
Schicht im Schacht für den Steinkohlebergbau in Deutschland: „Danke Kumpel" - unter diesem Motto fand gestern, am 3. November, ein dezentrales Bürgerfest an fünf RAG-Standorten statt. Gefeiert wurde auf dem Welterbe Zollverein in Essen, auf Schacht II Prosper in Bottrop, auf den Zechen Lohberg in Dinslaken und Heinrich Robert in Hamm sowie am Bergwerk Anthrazit in Ibbenbüren. Die zentrale Abschiedsveranstaltung findet am 21. Dezember auf Prosper Haniel in Bottrop statt. Zu dem nichtöffentlichen politischen Schlusspunkt werden 500 Vertreter aus Unternehmen, Politik, Gewerkschaft, Öffentlichkeit und Wirtschaft aus ganz Deutschland und Europa erwartet. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seine Teilnahme zugesagt. Einen Tag zuvor, am 20. Dezember 2018, wird im Essener Dom ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert.
Dem Bergbau ist in Bochum ein ganzes Museum gewidmet: Das Deutsche Bergbau-Museum ist mit rund 400.000 Besuchern pro Jahr das weltweit größte Museum seiner Art. Infos: www.bergbaumuseum.de. Mehr Infos: www.zeitalterderkohle.de, www.glueckauf-zukunft.de

04.11. - Diaspora-Aktion
Mit einem Gottesdienst um 10.00 Uhr im Osnabrücker Dom wird heute die diesjährige Diaspora-Aktion des Bonifatiuswerks der deutschen Katholiken eröffnet. An dem Gottesdienst nehmen die Bischöfe von Tromsö (Norwegen), Tallinn (Estland) und der Osnabrücker Weihbischof Johannes Wübbe teil. Unter dem Leitwort „Unsere Identität: Christus bezeugen“ geht es vor allem um Katholiken in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum, die ihren Glauben als Minderheit leben. Am 18. November wird in allen deutschen Diözesen für dortige Projekte des Hilfswerks gesammelt.
Das in Paderborn ansässige Bonifatiuswerk unterstützt jährlich mehr als 800 Projekte wie den Bau und die Renovierung von Kirchen, die Aus- und Weiterbildung von Priestern, die Seelsorge für Kinder und Jugendliche sowie die Motorisierung der oft großräumigen Diaspora-Gemeinden durch sogenannte Boni-Busse. 14,4 Millionen Euro hat das Bonifatiuswerk im vergangenen Jahr eingenommen. Mehr: http://www.bonifatiuswerk.de.  

04.11. - Buchsonntag
Mehr als 1.000 katholische öffentliche Büchereien gibt es in NRW. Mit 4,6 Mio. Medien im Bestand erreichen sie jährlich gut 8,6 Millionen Leser. Und heute ist ihr großer Tag: Der Buchsonntag zum Gedenken an den Heiligen Karl Borromäus, heute auf dem Kalender, großer Gelehrten und Reformator in der katholischen Kirche. An vielen Orten gibt es dazu Buchausstellungen und auch Jubiläen – viele katholische Büchereien gibt es 150 Jahre und länger.
Am 4. November feiert die katholische Kirche das Namensfest des heiligen Karl Borromäus. Der Erzbischof von Mailand (1538-1584) wirkte in der Zeit der Gegenreformation und des Konzils von Trient, reformierte die Priesterausbildung und Seelsorge. 1926 führte die Fuldaer Bischofskonferenz den Borromäussonntag ein, der jeweils am Sonntag nach dem 4. November stattfindet. An diesem „Buchsonntag" weisen die Katholischen Öffentlichen Büchereien in Deutschland auf ihre Angebote hin. Rund 2.500 von ihnen arbeiten mit dem 1845 in Bonn gegründeten Borromäusverein zusammen. Kontakt: Borromäusverein e.V., Wittelsbacherring 9, 53115 Bonn, Tel. 0228 / 7258-400, Fax 0228/7258-412, Kontaktformular

04.11. - Woche der Goldhandys
Heute beginnt die „Woche der Goldhandys“ – eine Aktion des Katholischen Hilfswerks missio. Handy ausrangieren, Adresse auf die Sammeltüte des Katholischen Missionswerks missio schreiben, Handy eintüten und einschicken oder in die Sammelbox – so einfach ist Gutes tun. Unter allen Handyspendern verlost missio regelmäßig ein Smartphone, dessen Bestandteile fair gehandelt sind. Im vergangenen Jahr war das Bistum Münster in der Aktionswoche deutschlandweit Spitzenreiter - mit mehr als 6000 gesammelten Handys. Der Erlös der recycelten Geräte geht an Hilfsprojekte im Kongo.
Mehr Infos zur Aktion Schutzengel und zur Woche der Goldhandys – auch, wo sich Sammelstellen in der Woche der Goldhandys befinden – im Internet unter www.missio-hilft.de.   

08.11. PHARUS erleuchtet den Mariendom Neviges
Vor 50 Jahren wurde der Mariendom zu Neviges geweiht. Das Jubiläumsprogramm bot seit Mai eine Vielfalt an Veranstaltungen rund um den Mariendom. Höhepunkt ist die Lichtinstallation PHARUS der Düsseldorfer Gruppe „Area Composer“: Am 8., 10. und 11. November findet PHARUS jeweils um 20 Uhr im Mariendom statt. Die Veranstaltung am 10. November ist bereits ausverkauft.
Bei der Performance wird die 700 Quadratmeter große Altarwand zur Projektionsfläche. Über 5.000 Einzelfotos und 14 Stunden Tonaufnahmen werden auf die Wand projiziert, dabei mit Klängen, einem eigens komponierten Soundtrack und mit Licht verbunden um die Fenster des Mariendoms zum Leuchten zu bringen. Die Wallfahrtskirche „Maria, Königin des Friedens“ des Architekten Gottfried Böhm wurde am 22. Mai 1968 geweiht. Sie ist nach dem Kölner Dom die zweitgrößte Kirche im Erzbistum Köln. Weitere Informationen zur Lichtinstallation PHARUS gibt es unter www.pharus.area-composer.de Karten können für 15 Euro im Wallfahrtsbüro unter Tel. 02053 931 840, in den Vorverkaufsstellen von Neanderticket oder online unter www.neanderticket.de bestellt werden.

9.11.: Reichspogromnacht vor 80 Jahren
Der Zentralrat der Juden in Deutschland und die Repräsentanten der beiden großen Kirchen gedenken am Donnerstag, 8. November, der Novemberpogrome von 1938. Bei dem Treffen in Würzburg erinnern der Zentralrats-Vorsitzende Josef Schuster, Kardinal Reinhard Marx und Bischof Heinrich Bedford-Strohm an die von den Nationalsozialisten organisierten und gelenkten Gewaltmaßnahmen gegen Juden im Deutschen Reich. Der NRW-Landtag und die Landeshauptstadt Düsseldorf haben am 9. November um 12 Uhr eine Gedenkstunde im Landtag angesetzt.
Bei den Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten Deutschen Reich in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden vom 7.-13. November 1938 etwa 400 Menschen ermordet oder in den Selbstmord getrieben, 1.400 Synagogen brannten aus, zahllose Geschäfte und Wohnungen wurden verwüstet. Die in diesen Tagen erfolgte Deportation von 30.000 jüdischen Deutschen in Konzentrationslager war der Beginn der systematischen Verfolgung. Über 6 Millionen Juden wurden im Holocaust ermordet.

10.11. - Bischof lädt zum Begegnungstag für Trauernde ein
Der Tod des geliebten Partners oder der geliebten Partnerin verändert alles. In dieser Situation können die Erfahrung von Gottes Segen und der Austausch mit Menschen in derselben Lage wohltuend und wertvoll sein. Deshalb lädt der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, am Samstag, 10. November, alle Menschen, deren Partner/in verstorben ist, zu einem Begegnungstag nach Münster ein.
Um 11 Uhr beginnt der Tag unter dem biblischen Leitwort „Ich bin mit euch alle Tage“ mit einer heiligen Messe im St.-Paulus-Dom. Im Anschluss können sich die Trauernden einzeln den Segen Gottes zusprechen lassen. Nach einem Mittagsimbiss stehen ab 14 Uhr verschiedene Angebote zur Auswahl. Nach einem Kaffeetrinken klingt der Tag um 16.15 Uhr mit einer Andacht im Dom aus. Die Teilnahme an diesem Tag kostet inklusiv Verpflegung zehn Euro. Infos gibt es unter www.bistum-muenster.de/begegnungstag_trauernde/. Anmelden können sich Interessierte bei der Hauptabteilung Seelsorge im Bischöflichen Generalvikariat per E-Mail an begegnungstag@bistum-muenster.de oder telefonisch unter 0251 / 495-6151.

11.11 - St. Martin: Mit den Martinsumzügen – frisch gekürtes immaterielles Kulturerbe in NRW – ziehen in den nächsten Tagen die ersten Laternen durch die Straßen im Land. Sie zeigen das Beispiel des vor 1.700 geborenen Ex-Soldaten. Als Missionar und Bischof im französischen Tours, der aus dem heutigen Ungarn stammte.
Die nach dem heiligen Martin von Tours benannten Umzüge rund um den 11. November erinnern an die Legende, nach der Martin seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte. Martin wurde wahrscheinlich um 316/17 in Sabaria geboren, dem im heutigen Ungarn gelegenen Szombathely (Steinamanger). Als römischer Soldat ließ er sich mit 18 Jahren taufen, quittierte den Militärdienst und wurde Missionar. Seit 371 war er Bischof von Tours an der Loire. Der Patron der Schneider, Bettler, Geächteten und Kriegsdienstverweigerer starb am 8. November 397 in seiner Diözese. Das Grab in Tours ist eine wichtige Wallfahrtsstätte. Mehr am 8.11. in der Sendereihe „Augenblick mal“.

17.11. – Kirchenvorstands- und PGR-Wahlen
Tausende aktive Kirchenmitglieder prägen in Gremien der Pfarreien und Gemeinden das Leben aktiv mit. Millionen Katholiken in NRW gehen am 17. und 18. November an die Wahlurnen und Wahlberechtigte haben bis zum 14. November im Pfarrbüro der Kirchengemeinde die Möglichkeit, einen Antrag auf Briefwahl zu stellen. Der Kirchenvorstand ist der gesetzliche Vertreter der Kirchengemeinde und verwaltet ihr Vermögen. Er setzt sich aus dem Pfarrer und gewählten Laien zusammen. Die Anzahl der gewählten Laien hängt dabei von der Gemeindegröße ab und reicht von sechs bis sechzehn. Alle drei Jahre scheidet die Hälfte der gewählten Mitglieder aus und wird durch Neuwahl ersetzt; eine Wiederwahl ist dabei möglich. Wahlberechtigt sind alle Mitglieder der Pfarrei, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens einem Jahr im Bereich der Zivilgemeinde ihrer Pfarrei wohnen.
PGR-Wahlen: Im Bistum Essen werden zeitgleich zur Wahl des Kirchenvorstandes am 17. und 18. November 2018 auch die Pfarrgemeinderäte und Gemeinderäte in allen Pfarreien gewählt, die 2017 eine Wahlverschiebung beantragt haben. Ab dem 14. Lebensjahren besteht aktives und ab dem 16. Lebensjahren das passive Wahlrecht. Die Amtszeit des neu gewählten PGR bzw. GR läuft bis zur nächsten regulären Wahl im Jahr 2021. Mehr:  http://kirche-waehlen.de

Sonntag, 04.11.2018