Maria Lichtmess und Blasiussegen

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Definitiv: Weihnachten ist rum. Fehlt nur noch das richtige Mittel für die allfällige Husterei um diese Zeit. Kein Problem: So ein Segen wie heute ist ein probates Mittel – wenn man den Blasiussegen richtig versteht ....

INFO: Zwei alte Kirchenfeste treffen heute zusammen Lichtmess und Blasius. Bei beiden könnte traditionell ein Licht aufgehen – Kerzen spielen jedenfalls hier wie dort eine Rolle.

Das Fest „Darstellung des Herrn“ (lateinisch „Praesentatio Jesu in Templo“), umgangssprachlich auch Mariä Lichtmess genannt (Mariä Reinigung, Purificatio Mariae) wird jedes Jahr am 2. Februar, dem 40. Tag nach Weihnachten, gefeiert. Es geht auf den jüdischen Brauch zurück, nach dem der als Eigentum Gottes angesehene erstgeborene Sohn ihm im Tempel übergeben und durch ein Geldopfer (Num 18,16 EU) auszulösen war. Bei der im Lukas-Evangelium (2,21 - 40) berichteten „Darstellung des Herrn“ kam es zur Begegnung mit Simeon und der greisen Prophetin Hanna, die ihn als den Erlöser Israels priesen. Das seit dem 4. Jahrhundert überlieferte Fest entstand in Jerusalem als Nebenfest von Christi Geburt. Seit dem 6. Jahrhundert wird es am 2. Februar begangen und ist in der Liturgie der römisch-katholischen Kirche mit der Segnung von Kerzen (Kerzenweihe) und Prozession oder Statio mit den brennenden Kerzen verbunden. „Lichtmess“ galt in der katholischen Kirche früher als Ende der Weihnachtszeit.

Mit dem Blasiussegen gibt´s in diesen Tagen aber auch einen speziellen Segen für alle, die was gegen Halskrankheiten tun wollen. Er erinnert an den Heiligen Blasius, der vor 1700 Jahren als Märtyrer das Zeitliche segnete. Blasius (2. Hälfte 3. Jahrhundert in Sebaste, dem heutigen Sivas in der Türkei, † dort um 316) gehört als einer der meist verehrten Heiligen der katholischen Kirche zu den 14 Nothelfern. Blasius, Bischof von Sebaste in Armenien, wurde 316 unter Kaiser Licinus nach langer Folter enthauptet. Bevor er starb, rettete er der Legende nach in Ketten liegend durch sein Gebet einem Jungen das Leben, der an einer Fischgräte zu ersticken drohte. Auf diese Begebenheit geht seine Verehrung als Schutzheiliger bei Halskrankheiten zurück. Diese Verehrung ist im Orient bereits bis ins 6. Jahrhundert nachgewiesen, im Abendland geht seine Verehrung bis ins 9. Jahrhundert zurück.
Durch den im späten 16. Jahrhundert entstandenen Blasiussegen wird Gesundheit und Heil, speziell von Halsleiden erbeten. Priester spenden den Gläubigen am Blasiustag oder auch nach den Messen an Mariä Lichtmess („Fest der Darstellung des Herrn”, 2. Februar, 40 Tage nach Weihnachten) über zwei gekreuzten brennenden Kerzen den Blasiussegen und beten: „Durch die Fürsprache des heiligen Bischofs und Märtyrers Blasius befreie und bewahre Dich der Herr von allem Übel des Halses und jedem anderen Übel. Es segne dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.“ oder „Der allmächtige Gott schenke dir Gesundheit und Heil. Er segne dich auf die Fürsprache des heiligen Blasius durch Christus, unseren Herrn.“ Oder: „Der Herr behüte dein Leben. Auf die Fürsprache des heiligen Blasius segne dich der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.“