"#GirlsGetEqual": Aktion zum Weltmädchentag

von Manfred Rütten & Oliver Heinze

Sonntag, 14.10.2018

Ein afrikanisches Mädchen hält eine Tafel mit der Aufschrift '11. Oktober'
Der Weltmädchentag am 11. Oktober setzt sich für die gleichberechtigte Teilhabe von Mädchen und jungen Frauen ein. Vielerorts haben sie kaum Zugang zu Bildung oder politischen Ämtern. (Foto: Plan Internationel / Shona Hamilton)

Das Kinderhilfswerk Plan International, eine von den UN anerkannte Nichtregierungsorganisation, hat mitgeholfen, 2011 den Weltmädchentag zu etablieren. Zum diesjährigen Aktionstag am 11.10. hat Plan eine große Kampagne für die Rechte von Mädchen gestartet

"Uns geht es um das Thema politische Teilhabe von Mädchen. Mädchen und Frauen stellen die Hälfte der Weltbevölkerung, aber sie werden ständig unterschätzt, ausgebremst und übergangen. (…) Sie brauchen gleiche Rechte und Chancen. Nur dann können wir auch langfristig Armut und Ungleichheit auf dieser Welt bekämpfen", sagt die Geschäftsführerin bei Plan International Deutschland, Maike Röttger. Die Organisation mit inzwischen 21 nationalen Ablegern ist seit gut 80 Jahren aktiv. Der heutige Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Unterstützung und Entwicklung ganzer Gemeinden, die dann vielen Kindern zugutekommen soll. Die Hilfen fließen u.a. nach Südamerika, in mehrere afrikanische Länder sowie nach China, Indien und weitere Länder im asiatischen Raum. Mehr Infos hier und auf der Website von Plan International Deutschland.

Die diesjährige Kampagne "#GirlsGetEqual" von Plan International zum Weltmädchentag ruht in Deutschland auf drei Säulen. Lokale Arbeitsgruppen ehrenamtlicher Unterstützer organisieren Info-Stände und Veranstaltungen zum Thema und sorgen dafür, dass markante Gebäude wie Kirchen oder Rathäuser am Weltmädchentag pink illuminiert werden. In rund 30 Städten deutschlandweit wurden am 11.Oktober solche Beleuchtungsaktionen durchgeführt. Pink erleuchtet waren in NRW u.a. der Alte Markt, die Kathedrale St. Pantaleon und das LVR-Landeshaus in Köln; das Rathaus und der Wasserturm in Brühl; das Atrium der Stadtwerke, das Musische Zentrum der Ruhr-Universität und das Historische Rathaus in Bochum; der Baldeneysee-Stauwehr in Werden sowie das Kulturzentrum "Alte Weberei" in Nordhorn.

Weltweit gab und gibt es zum Weltmädchentag außerdem sogenannte "Takeover", erklärt Maike Röttger: "In mehr als 70 Ländern übernehmen junge Mädchen für eine kurze Zeit eine bedeutsame Führungsposition in Politik und Gesellschaft, und sie nutzen diese starke Rolle, um auf die Belange von Mädchen hinzuweisen. Das ist die größte globale Aktion für die Rechte von Mädchen, die es je gegeben hat." Das deutsche Takeover fand bereits am 10. Oktober statt: Dabei übernahm die 21-jährige Studentin Celina Kühl aus Niedersachsen vorübergehend symbolisch die Geschäfte von Bundesfinanzminister Olaf Scholz in Berlin.

Die dritte Säule der Kampagne ist eine Mitmach-Aktion, die auf die Sozialen Netzwerke abzielt. Mädchen und junge Frauen, aber auch Jungen und Männer sind eingeladen, den Kampf für die Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen zu unterstützen, sagt Maike Röttger: "Macht ein Foto, auf dem ihr ein Gleichzeichen unterbringt - auf eurer Wange oder auf eurer Handfläche - mit euren Freunden zusammen, postet es auf Facebook, Instagram oder Twitter mit dem Hashtag #GirlsGetEqual."

Plan International informiert mit sogenannte Fact-Sheets über den Weltmädchentag und über die Lebenssituation von Mädchen weltweit (beides .pdf-Dateien zum download)

Sonntag, 14.10.2018