Kirchen-News in 111 Sekunden

von Stefan Klinkhammer

Sonntag, 21.10.2018

Platzhalterbild

Es ist in diesen Tagen einfach jede Menge los – deshalb haben wir heute mal einen kleinen Newsüberblick zusammengestellt: Von der Pilgertour des Bistum Essen über den Weltjugendtag in Panama bis zum Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus der DBK.

INFO: Pilgertour nach Santiago: Das Bistum Essen hat sein 60-jähriges Jubiläum mit einer ganz besonderen Wallfahrt gefeiert. Auf dem Jakobsweg. Vor genau einer Woche haben sich die 500 Pilger aus dem Ruhrbistum auf den Weg nach Santiago de Compostela gemacht. Gestern sind sie dort alle angekommen – und haben zum Abschluss mit Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck gemeinsam die Pilgermesse gefeiert. Auch Bischof Overbeck selbst ist mitgepilgert: 120 Kilometer zu Fuß zusammen mit einer Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener.
https://www.bistum-essen.de/presse/artikel/bistum-essen-500-pilger-auf-wallfahrt-nach-santiago-de-compostela/

Weltjugendtag in Panama: In genau drei Monaten – vom 22. bis 27. Januar - trifft sich die Jugend der Welt in Panama, in Mittelamerika zum Weltjugendtag. Rund 250.000 Besucher aus dem Ausland werden erwartet, auch hier aus den fünf Bistümern in NRW haben sich schon jede Menge junge Leute angemeldet. Und auch Papst Franziskus wird zu dem Großtreffen erwartet. Das biblisches Motto lautet: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du gesagt hast!“
Mehr Infos: https://www.wjt.de/

Jugendsynode im Vatikan: Nach mittlerweile fast genau drei Wochen geht die Jugendsynode im Vatikan in ihre letzte Woche. Viele loben offenen Austausch und gegenseitiges Zuhören, bei dem bislang sowohl Lob wie Kritik geäußert wurden. Auch strittige Themen wurden von Beginn an genannt. Neben sexueller Gewalt und deren Verheimlichung in der Kirche ging es immer wieder um mehr Mitsprache und Verantwortung von Frauen, um unterschiedliche Formen von Berufungen und um Sexualität. Die Teilnehmer aus fünf Kontinenten sprachen zudem über die Lebensbegleitung junger Menschen sowie Migration. Ein junger Iraker, der von seinen Erfahrungen und der Bedrohung seiner Kirche erzählte, erhielt laut Aussage von Teilnehmern den bisher längsten Applaus. In genau einer Woche soll Abschlussdokument vorgestellt werden.

Preis gegen Fremdenfeindlichkeit: Auch im kommenden Jahr verleiht die Deutsche Bischofskonferenz wieder den „Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus“.„In unruhigen Zeiten setzen wir ein klares Zeichen: Hass und Hetze widersprechen der christlichen Botschaft. Wer Ressentiments schürt, legt die Axt an die Grundlagen unserer Gesellschaft», erklärte der Vorsitzende der Migrationskommission, Erzbischof Stefan Heße. Mit dem Preis sollen Personen, Gruppen oder Organisationen ausgezeichnet werden, die sich in Deutschland aus dem katholischen Glauben heraus gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus engagieren oder sich prägend an ökumenischen beziehungsweise gesellschaftlichen Initiativen beteiligen, heißt es in der Ausschreibung. Die Preisverleihung wird laut Bischofskonferenz im Sommer 2019 in Essen stattfinden. Von dort stamme auch der Gewinner aus dem Jahr 2017: „Sach wat! Tacheles für Toleranz“, ein von Mitarbeitern des Diözesan-Caritasverbands Essen initiierte Zivilcourage-Projekt.
Bewerbungen oder Vorschläge können bis zum 15. Januar 2019 per E-Mail an das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz eingesendet werden: preis-gegen-fremdenfeindlichkeit@dbk.de.
Internet: https://www.dbk.de/themen/auszeichnungen-der-deutschen-bischofskonferenz/katholischer-preis-gegen-fremdenfeindlichkeit-und-rassismus/

Heilige Ursula: „Kleine Bären” gibt es eine Menge im Land: Heute ist Ursula – und das heißt der Name übersetzt – kleine Bärin. Ob sie jetzt Ulla oder Uschi gerufen werden – ist egal. Berühmt ist der Name durch eine der schönsten Fälschungen, die es wohl nur am Rhein gibt: Die Legende der schönen Ursula mit ihren 11.000 Gefährtinnen, die in Köln den Tod fand, ist wohl einfach so gut erfunden, dass sie 1700 Jahre lang problemlos funktionierte – bei den 11.000 dürften schon ein paar Nullen zu viel sein. Macht nichts – Ursula von Köln ist die, um die es heute geht: Im Römischen Heiligenkalender steht sie schon lange nicht mehr. Doch natürlich ist ein ein Hochfest in Köln. Herzlichen Glückwunsch zum Namenstag!

Sonntag, 21.10.2018