SPECIAL: Für Don Bosco nach Vietnam

von Stefan Klinkhammer

Sonntag, 18.06.2017

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Ernest Roig Campi und Jakob Steinkuhl / Foto: KiP-NRW

Wer ist denn so verrückt und fährt 15.000 Kilometer mit dem Fahrrad? Hier unser Special zu den beiden Weltenbummlern, die für die Don Bosco Mission bis nach Vietnam gestrampelt sind. Für die gute Tat. Von der Tour konnten sie noch viel mehr erzählen ....

INFO: Vor der Kulisse des Kölner Doms fiel am 10. April der Startschuss: Ernest Roig Campi und Jakob Steinkuhl schwangen sich auf ihre Räder, um die Alpen zu überqueren. Sie setzten ihre Reise über Kroatien und Griechenland fort, um ans Schwarze Meer zu gelangen. Von hier aus ging es für die gelernten Krankenpfleger weiter nach Georgien, Turkmenistan bis nach China und über Indien und Nepal zum Zielland Vietnam.

Die Fahrradroute erstreckte sich insgesamt über rund 15.000 Kilometer- bei Temperaturen zwischen minus 20 und plus 45 Grad in unwegsamen Geländen. Geplant waren Aufenthalte in Istanbul, in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu und in Ho Chi Minh City, in ihrem Zielland Vietnam. Auf ihrer Fahrt besuchten sie Don Bosco Einrichtungen, um deren Arbeit zu unterstützen und sammelten Spenden für Don Bosco Straßenkinder: „Wir haben viel Glück in unserem Leben gehabt - mit unserer Familie, Freunden und Möglichkeiten zur Ausbildung. Davon möchten wir gerne etwas zurückgeben. Vor allem an benachteiligte Kinder und Jugendliche“, erklärten sie damals, als wir zum ersten Mal über ihr Projekt berichteten. Jetzt berichteten sie im DOM FORUM Köln über anstrengende Tagesetappen, physische und psychische Herausforderungen und wundervolle Begegnungen mit fremden Kulturen und Menschen. Auch in den ärmsten Regionen trafen sie vor allem auf eines: Herzliche Gastfreundschaft.
Kontakt: Friedrich H. Steinkuhl, Am Palmkäulchen 32, 50765 Köln, E-Mail: webmaster@pedalforhumanity.eu. Mehr über die Reise im Blog von Pedal for Humanity: http://pedalforhumanity.eu/ 

Don Bosco: Der Turiner Priester und Ordensgründer Giovanni Bosco (1815-1888) gehört neben Adolph Kolping, Paul Josef Nardini und vielen anderen zu den großen Sozialaposteln des 19. Jahrhunderts. Trotz großer Schwierigkeiten mit kirchlicher und staatlicher Obrigkeit gewann er viele Mitarbeiter für die schulische, berufliche und religiöse Bildung von Mädchen und Jungen in Turin. 1859 gab er seinen Priestern und Brüdern eine Lebensregel, die 1874 von Papst Pius IX. anerkannt wurde. Seine neu gegründete Ordensgemeinschaft nannte er nach seinem Vorbild, dem Hl. Franz von Sales, „Salesianer”. Von Papst Pius XI. (1922–1939) wurde Don Giovanni Bosco 1934 heilig gesprochen. Sein Gedenkfest ist am 31. Januar. Als zweitgrößter Männerorden und drittgrößte Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche engagiert sich die Gemeinschaft der Salesianer Don Boscos heute mit über 16.000 Mitgliedern in über 1.700 Niederlassungen für benachteiligte Kinder und Jugendliche durch Schulunterricht, Berufsbildung und Jugendarbeit in 132 Ländern der Welt.

Salesianer Don Boscos in Deutschland: Die erste Niederlassung in Deutschland entstand 1916 in Würzburg. Die seit 2005 in München ansässige Deutsche Provinz der Salesianer Don Boscos unterhält mit rund 400 Ordensangehörigen und rund 1.600 Mitarbeitern 35 Einrichtungen der Erziehungshilfe und Berufsbildung, Schulen, Jugendwohnheime und Einrichtungen der offenen Jugendarbeit in Brennpunktgebieten. Mit Don Bosco Mondo und der Don Bosco Mission kümmern sich gleich zwei Organisationen mit Sitz in Bonn um benachteiligte Kinder und Jugendliche in Entwicklungs- und Schwellenländern weltweit. Don Bosco Mondo konzentriert sich als rechtlich selbständige Nichtregierungsorganisation und Fachorganisation der Entwicklungszusammenarbeit auf Bildung, berufliche Ausbildung, Nothilfe und die Förderung der Rechte von Kindern und Jugendlichen weltweit. Don Bosco Mondo vertritt die internationalen Anliegen des Ordens in Deutschland und arbeitet mit öffentlichen Gebern, Stiftungen, Unternehmen, Vereinen und privaten Initiativen zusammen. Don Bosco Mission kooperiert mit katholischen Hilfswerken besonders für gefährdete Jugendliche und Straßenkinder. Jedes Jahr entsendet Don Bosco Mission junge Menschen, die einen einjährigen Freiwilligendienst absolvieren und kooperiert mit Lehrern und Schulen in Deutschland im Bereich „Globales Lernen". Mehr im Internet: http://www.don-bosco-mondo.de/

Sonntag, 18.06.2017