Online-Angebot der Diakonie: Sozial-O-Mat

von Eva Rudolf

Sonntag, 17.09.2017

Spielfiguren in schwarz, rot und gelb auf einem Wahlzettel
Rund 61,5 Mio. Deutsche wählen am 24.9.2017 einen neuen Bundestag. Zur Wahl sind diesmal über 40 Parteien und fast 5.000 Kandidaten zugelassen.

Selten gab es vor einer Bundestagswahl so viele unentschlossene Wähler wie diesmal. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat als Entscheidungshilfe den "Wahl-O-Mat" ins Internet gestellt. Es ist nicht das einzige Angebot dieser Art.

Auch die Diakonie will Wählern die Entscheidungsfindung erleichtern und bietet mit dem "Sozial-O-Mat" ein eigenes Onlineangebot an. Es funktioniert – wie auch der "Wahl-O-Mat" – nach dem Prinzip Frage und Antwort, konzentriert sich bei den Themen aber ausschließlich auf soziale Fragen. Die sind in die vier Blöcke "Familie", "Flucht", "Pflege im Alter" und "Armut" unterteilt, wobei es zu jedem Themenblock drei Thesen zu beantworten gibt.

Der User kann die Thesen mit "stimme zu", "stimme nicht zu" oder "neutral" beantworten. In gleicher Weise hat die Diakonie vorab die Positionen der Parteien zu diesen Fragen eingeholt. Indem die Antworten des Users mit denen der Parteien abgeglichen werden, bekommt der Nutzer am Ende eine Aussage darüber, welche Partei in den sozialen Fragen am häufigsten mit seinen eigenen Einstellungen übereinstimmt.

Auch die Caritas, das katholische Pendant zur Diakonie, möchte noch unentschlossene Wähler erreichen und wirbt mit ihrer Kampagne "Wählt Menschlichkeit" für demokratisches Engagement. Gerade in Zeiten von Populismus sei es wichtig, Stellung zu beziehen, so Caritas-Präsident Peter Neher: "Unsere freiheitliche, offene Gesellschaft baut auf Solidarität, Mitmenschlichkeit und Respekt. Daran wollen wir erinnern, wenn Debatten entgleisen und Menschen Vorurteile schüren“. Ein Zusammenleben in Vielfalt könne nur gelingen, wenn man einander in Offenheit und mit Respekt begegne.

Sonntag, 17.09.2017