Kennzeichen "H": Oldtimer-Pilgern im Pott

von Manfred Rütten

Sonntag, 10.06.2018

ein Oldtimer fährt auf einer Landstraße
Das "Oldtimer-Pilgern im Pott" führt abseits der Autobahnen von Gelsenkirchen über Oberhausen nach Essen.

Beim Stichwort "Pilgern" denkt man normalerweise an Stiefel, Wanderstab und Rucksack. Aber das stimmt nicht ganz. Pilgern muss man nicht unbedingt zu Fuß – das geht auch mit dem Auto. Am kommenden Samstag zum Beispiel beim "Oldtimer-Pilgern im Pott".

Zum inzwischen fünften Mal begeben sich bis zu 40 Oldtimer unterschiedlichster Hersteller und Baujahre am 16. Juni 2018 auf eine Pilgerfahrt durch das Ruhrgebiet. Treffpunkt und Start ist diesmal um 10 Uhr die Kapelle in der Arena auf Schalke. In der Einladung an die Teilnehmer der Rundfahrt heißt es über die Stadion-Kapelle: "Gelegen im Herzen der Arena, durch den Spielertunnel mit ihr verbunden, zeichnet sie eine Linie mit dem Anstoßpunkt auf dem Rasen und bildet doch einen faszinierenden Kontrast. Seit dem Jahr 2001 ist sie ein Ort der Ruhe mit einer beeindruckenden Ästhetik. Schalke-Pfarrer Ernst-Martin Barth nimmt uns mit auf eine Entdeckungstour der besonderen Art."

Von Gelsenkirchen aus geht die Fahrt weiter ins Einkaufsparadies CentrO nach Oberhausen. Hier, wo bis zu 120.000 Besucher täglich auf Shopping-Tour gehen, besuchen die "Oldtimer-Pilger" das Ökumenische Kirchenzentrum im Herzen der Anlage und informieren sich über dieses innovative Projekt. Nach dem Mittagessen geht es dann weiter zur dritten Station: der Kreuzeskirche in Essen. Auch sie ist nach Angaben der Veranstalter "ein Modellprojekt von bundesweit einmaligem Zuschnitt: Begegnungen von Glaube, Wissenschaft und Kunst zu fördern und zu befruchten, das ist das Ziel dieses Kirchenkonzepts. Einen besonderen Reiz haben die 2016 eingeweihten und weltweit einzigen Kirchenfenster des New Yorker Pop-Art-Künstlers James Rizzi. Im Anschluss an eine kleine Führung an dieser dritten Station lassen wir den Pilger-Tag ausklingen."

Organisiert wird das "Oldtimer-Pilgern im Pott"vom Ev. Kirchenkreis Unna und der Ev. Kirchengemeinde Essen-Altstadt sowie dem Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Westfalen / Lippe mit Sitz in Dortmund. Die Zahl der Fahrzeuge ist auf maximal 40 begrenzt. Als Merkmal, dass es sich tatsächlich um einen Oldtimer handelt, gilt das Autokennzeichen. In Deutschland enden diese normalerweise mit einer Nummer. Steht stattdessen am Ende der Buchstabe "H" (= historisch) auf dem Nummernschild, ist das Auto mindestens 30 Jahre alt und in allen wichtigen Baugruppen noch im gepflegten Originalzustand erhalten. Mehr Infos dazu hier

Sonntag, 10.06.2018