"Good Friday": Karfreitag auf Englisch

von Caroline Peter

Freitag, 14.04.2017

Kreuze und ein Kieselstein liegen auf einer aufgeschlagenen Bibelseite
Schwer wie ein Stein lastet die Trauer auf dem Karfreitag. Der "stille Feiertag" genießt besonderen gesetzlichen Schutz, denn er erinnert an die Kreuzigung und den Tod Jesu.

Das althochdeutsche Wort "kara" für "Klage" oder "Kummer" gab dem Karfreitag hierzulande seinen Namen. Im englischen klingt der Tag ganz anders, dort heißt er u.a. "Good Friday". Der Tag der Kreuzigung – ein "guter" Tag?

Woher die Bezeichnung "Good Friday" für den Karfreitag stammt, lässt sich nicht zweifelsfrei klären. Eine mögliche Variante, die auch im Internet häufig zu finden ist: Es könnte früher "God´s Friday" geheißen haben, das aber im Laufe der Zeit später zu "Good Friday" abgeschliffen wurde - ähnlich wie der Wunsch "God be with you" zu "Good bye" verkürzt wurde. Eine andere Erklärung versteht das Wort "good" eher im übertragenen Sinne als "heilig" oder "fromm".

Eine dritte Vermutung besagt, dass die englische Wendung "for good" eine Rolle spielen könnte. "For good" bedeutet soviel wie "für immer" oder "ewig". Weil auf den Karfreitag die Auferstehung Jesu folgte und er damit für alle Christen den Weg zum ewigen Leben ebnete, mag auch diese Variante eine mögliche Erklärung sein. Wissenschaftlich gesichert ist allerdings keiner dieser Ansätze.

In Großbritannien ist für Karfreitag auch noch der Name "Black Friyday" in Gebrauch – eine Anspielung auf die zerstörerische Kraft von Sünde und Tod bzw. auf schwarz als traditioneller Farbe der Trauer. Auch in den USA kennt man den "Black Friday", allerdings hat er dort nichts mit der Geschichte von Jesu Tod und Auferstehung zu tun. Vielmehr handelt es sich um einen massiv beworbenen Verkaufstag im November mit attraktiven Rabatten. Die hohen Umsätze dieses Tages, der am Freitag nach dem Thanksgiving-Fest stattfindet, helfen den Händlern, schwarze Zahlen zu schreiben – daher der Name "Black Friday".

Freitag, 14.04.2017